Zukunft schmieden im Ampertal

Das neue ILEK nimmt Fahrt auf

Wie soll das Ampertal morgen aussehen?
Lebendig, klimafit, gut vernetzt und weiterhin ein Zuhause mit hoher Lebensqualität. Genau dafür wird aktuell das neue Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept, kurz ILEK auf den Weg gebracht.

Dabei ist das Konzept mehr als ein Papierstapel für die Schublade. Es ist Ideenschmiede, Kompass, Werkzeugkasten und Zukunftsfahrplan zugleich. Vor allem aber bildet es die Grundlage für die Zusammenarbeit der zwölf Mitgliedsgemeinden und ist Voraussetzung für Förderungen durch das Amt für Ländliche Entwicklung.

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Der Startschuss fiel im Kloster

KI generiertes Landschaftsbild

Der Auftakt zur Neuaufstellung führte im März 2022 ins Kloster Kostenz. Dort wurde nicht nur getagt, sondern gemeinsam Zukunft gesponnen. Moderiert durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern diskutierten rund 40 Bürgermeister, Gemeinderäte und engagierte Interessierte über Chancen, Herausforderungen und neue Wege für die Region.

Zwischen Kaffeetassen, Flipcharts und vielen guten Ideen entstanden erste Handlungsfelder, Projektansätze und organisatorische Überlegungen für die interkommunale Zusammenarbeit. Oder anders gesagt: Hier wurde kräftig am Zukunftsteig des Ampertals geschnitzt.

Mit Plan, Werk und Weitblick

Abbildung Umfrageflyer

Im Jahr 2024 wurde schließlich das Büro Planwerk mit der Erstellung des neuen Konzepts beauftragt. Dabei wurde genau hingeschaut: Was läuft gut? Wo drückt der Schuh? Und welche Themen bewegen die Menschen im Ampertal wirklich?

Herzstück der Arbeit ist eine umfangreiche SWOT-Analyse. Ergänzt wurde sie durch verschiedene Umfragen in der Bevölkerung, unter Gemeinderäten und ganz gezielt auch unter Jugendlichen. Denn wer Zukunft gestalten will, sollte denen zuhören, die noch viele Jahre darin leben werden.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die bekannten Themen bleiben wichtig. Mobilität, Naherholung, Naturschutz, Siedlungsentwicklung und interkommunale Zusammenarbeit behalten ihren festen Platz auf der Agenda.
Gleichzeitig haben sich neue Schwerpunkte herauskristallisiert. Hochwasserschutz und Klimaresilienz gewinnen angesichts zunehmender Wetterextreme an Bedeutung. Fragen der Daseinsvorsorge rücken stärker in den Fokus. Auch soziale Themen spielen künftig eine größere Rolle.

Das Ampertal denkt also nicht nur an Straßen und Radwege, sondern auch daran, wie Gemeinschaft, Versorgung und Zusammenhalt langfristig funktionieren können.

Projekte mit Bodenhaftung

Das neue ILEK bleibt nicht bei schönen Worten stehen. Für die kommenden Jahre wurden konkrete Projekte vorgeschlagen und gemeinsam bewertet. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben diese priorisiert und damit wichtige Weichen gestellt.

Denn gute Ideen gibt es viele. Entscheidend ist, welche Projekte tatsächlich gemeinsam angepackt werden können. Und genau darin liegt die Stärke der ILE: Nicht jede Gemeinde kämpft allein, sondern man zieht gemeinsam an einem Strang, und sitzt manchmal auch am selben Biertisch.

Blick nach vorne

Damit das neue Konzept auch in den Rathäusern und Gemeinderäten mit Leben gefüllt wird, soll es den im März 2026 neu gewählten Gemeinderäten im Rahmen einer interkommunalen Gemeinderatssitzung im September 2026 vorgestellt werden.
Den Abschluss des Prozesses bildet eine Exkursion zur ILE Entwicklungsforum Holzwinkel Altenmünster. Dort wollen sich Interessierte anschauen, wie andere Regionen Herausforderungen meistern und Projekte erfolgreich umsetzen.

Ein Blick über den Tellerrand also – damit im Ampertal weiterhin Zukunft wächst und nicht nur Gras über Ideen.