Blick nach Langenbach

Die erste gesicherte Erwähnung Langenbachs unter dem Namen „Pach“ ist mit einer Urkunde während der Regierungszeit von Bischof Anno zwischen 857 und 864 belegt.
Tatsächlich fand die Besiedlung bereits viel früher statt. Bei archäologischen Grabungen Anfang des 20. Jahrhunderts wurden bei Asenkofen Gräber einer jungsteinzeitlichen Siedlung entdeckt. Ein Hügelgräberfeld aus der Bronzezeit förderte weitere einzigartige Funde zutage.

Langenbach profitiert noch heute von der strategisch günstigen Lage an den wichtigen Handelswegen. Einst führte die mittelalterliche „Altstraße“ von Freising über Langenbach nach Landshut. Durch den Bau der Bahnlinie 1858 von Landshut nach München und den im Jahr 1909 neu eröffneten Streckenabschnitt nach Mainburg mit dem „Holledauer Bockerl“ wurden wichtige Anbindungen für die Gemeinde geschaffen.

Langenbach kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1313 kam es zwischen Ludwig IV. von Oberbayern und dem Habsburger Friedrich dem Schönen zur Schlacht bei Gammelsdorf. Laut der Legende soll Ludwig IV. von Oberbayern mit seinem Heer eine Rast bei einem Hügel bei Langenbach eingelegt haben. Vor der Schlacht soll Ludwig IV. bei der Gottesmutter ein Gelübde abgelegt haben, dass er im Falle eines Sieges an dieser Stelle eine Kirche erbauen werde. Die Kirche -ein Wahrzeichen Langenbachs- trägt heute den Namen „Wallfahrtskirche Maria Rast“.

Im Jahr 1820 bestand Langenbach aus 34 Häusern mit 183 Einwohnern, 1973 waren es bereits rund 1500 Einwohner und heute liegt die Einwohnerzahl bei knapp über 4100.

Langenbach hat sich zu einem attraktiven Wohnort im Landkreis Freising entwickelt. Die dörfliche Infrastruktur wird geprägt durch die Ortsmitte mit dem 2004 mit Hilfe der Städtebauförderung sanierten Alten Wirt, aber auch den Kinderkrippen und –gärten, der Grundschule, der Gemeindebücherei, der medizinischen Versorgung sowie dem Einzelhandelsangebot und den Handwerksbetrieben bis hin zur Nachbarschaftshilfe.

Das vielfältige Kultur- und Freizeitangebot wird zum Großteil durch die ortsansässigen Vereine getragen. Durch diese ehrenamtliche Unterstützung wird das Dorfleben erst so richtig bunt.

Die günstige Verkehrslage ermöglichte in den letzten Jahren die Ausweisung von Gewerbegebieten. Beim „Munich Airport Logistics Park“ haben sich global agierenden Logistikunternehmen sowie ortansässige Handwerksbetriebe niedergelassen. Im „Großen Anger“ ist ortsnah neben Handwerksbetrieben der Einzelhandel angesiedelt.

Durch innerörtliche Nachverdichtung und eine moderate Ausweisung von Baugebieten versucht die Gemeinde dem großen Siedlungsdruck in der Region Rechnung tragen zu können und (nicht nur) für Familien weiterhin ein lebens- und liebenswertes Zuhause zu sein.

Es gibt zwölf amtlich benannte Gemeindeteile:

Amperhof, Asenkofen, Großenviecht, Kleinviecht, Langenbach, Niederhummel, Oberbach, Oberhummel, Oftlfing, Rast, Schmidhausen und Windham.

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Infos& Fakten

Informationen über Langenbach
  • Einwohner4.040 Ew
  • Fläche:26,89 qkm
  • Höhe:429 m ü. NHN
  • Bevölkerungsdichte:150 Einwohner je qkm
  • Postleitzahl:85416
  • Vorwahl:08761
  • Bürgermeisterin:Susanne Hoyer Freie Wähler
  • Webseite:www.gemeinde-langenbach.de