Gut informiert in die neue Amtszeit
Ampertaler Gemeinden schulen ihre neuen Gemeinderäte gemeinsam
Der Kulturraum Ampertal hat die neu gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aller zwölf Mitgliedsgemeinden zu einer gemeinsamen Schulung eingeladen. Mehr als 50 Teilnehmende folgten der Einladung und kamen trotz sommerlicher Temperaturen am Freitagnachmittag und Samstagvormittag im Bürgersaal Attenkirchen zusammen.
Gerade zu Beginn einer neuen Amtszeit stehen viele Fragen im Raum: Welche Aufgaben hat ein Gemeinderat? Wie laufen kommunale Entscheidungsprozesse ab? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen beachtet werden und welche Fördermöglichkeiten stehen den Gemeinden offen? Die zweitägige Schulung vermittelte dazu grundlegendes Wissen und gab zugleich Einblicke in konkrete Themen und Projekte der Region.
Bernhard Götz von der Bayerischen Verwaltungsschule vermittelte die Grundlagen der Gemeinderatsarbeit. Matthias Simon vom Bayerischen Gemeindetag gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Baurecht und erläuterte unter anderem den neuen „Bauturbo“. Sebastian Gaigl und Guido Romor vom Amt für Ländliche Entwicklung informierten über Fördermöglichkeiten für die Gemeinden. Ergänzt wurde das Programm durch Praxisbeispiele aus dem Ampertal: Rebecca Mühl stellte Projekte der Ökomodellregion Ampertal vor, Nina Huber gab Einblicke in die Arbeit und aktuellen Vorhaben des Kulturraums Ampertal.
Dabei ging es nicht nur um Fachwissen. Die gemeinsame Schulung bot auch die Gelegenheit, sich über Gemeindegrenzen hinweg kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn viele Themen, die die Gemeinden beschäftigen, enden nicht an der Gemeindegrenze. Ob Innenentwicklung, Fördermittel, Energie- und Klimaschutz oder regionale Projekte: Gemeinsam lassen sich Erfahrungen nutzen, Lösungen entwickeln und neue Vorhaben anstoßen.
Genau darin liegt der Mehrwert der interkommunalen Zusammenarbeit. Die neuen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte konnten nicht nur erfahren, welche Möglichkeiten die eigene Gemeinde hat, sondern auch sehen, was in den Nachbargemeinden bereits umgesetzt wird.
Mit der gemeinsamen Schulung ist ein erster Grundstein für die neue Amtszeit gelegt: für gut informierte Gemeinderäte, den Austausch über Gemeindegrenzen hinweg und eine weiterhin starke Zusammenarbeit im Ampertal.